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Montag, 11. März 2013

Erfahrungsbericht: Polar GPS-Sensor G3

Seit Jahren schon nehme ich ein Outdoor-GPS-Gerät mit auf meine Wanderungen, derzeit ein "Garmin Oregon 200". Auch neue Laufstrecken messe ich beim ersten Lauf per GPS aus und lade sie dann in mein digitales Trainingstagebuch. Wenn man jedoch nicht immer die selben, bereits ausgemessenen Strecken laufen möchte und nach Variationen sucht, führt an einem Trainingscomputer mit GPS kein Weg vorbei.

Zuerst habe ich es mit meinem Smartphone und dem Herzfrequenzgurt "Polar WearLink Bluetooth" versucht. Als App hatte ich mir "Runmeter" für iOS ausgesucht. Die Aufzeichnungsqualität und die einfache Übertragung in mein digitales Trainingstagebuch haben mir gut gefallen. Auch die Datenfülle ging deutlich über das hinaus, was ich bisher von meiner einfachen Trainingsuhr kannte.

Was mich nervte war, immer mein Smartpone beim Laufen mitnehmen zu müssen. Ich hatte keine Lust, mir das Ding an den Arm zu binden, aber es immer in der Hand zu haben, ist auch eher suboptimal. Außerdem musste das Handy immer aufgeladen sein, und bei schlechtem Wetter war ein Wetterschutz erforderlich. Alles viel zu kompliziert und unhandlich. Entscheidend war aber, dass ich beim Laufen immer auf das Handy schauen musste, um den aktuellen Herzfrequenzwert oder die Geschwindigkeit ablesen zu können. Da ist es mit einer Uhr am Handgelenk doch deutlich einfacher.

Da ich schon den Polar-Herzfrequenz-Gurt hatte, fehlten mir für mein Triathlon-Training also noch die passende Uhr und der GPS-Empfänger. Nach längerer Recherche fiel die Entscheidung auf eine "RCX5"-Trainingsuhr von Polar (Foto unten) und den GPS-Sensor "G3" (Foto oben). Im Folgenden möchte ich meine Erfahrungen mit dem GPS-Sensor schildern.

Gute Standortgenauigkeit

Entgegen der Kritik, die ich bei Amazons Kunden-Rezensionen gelesen hatte, waren die Empfangsqualität gut und die Abweichung von der tatsächlichen Strecke gering. Der G3-Sensor bestimmt die Position mit maximal vier Satelliten. Ein Vergleich mit den Streckenaufzeichnungen meines Garmin, das teilweise mit bis zu zehn Satelliten misst und die Position erst ab fünf Satelliten anzeigt, zeigt, dass die Abweichungen zu vernachlässigen sind. Polar selbst gibt sie mit maximal zwei Metern an.

Was die Kritiker der Empfangsgenaugkeit des "Polar G3" möglicherweise übersehen haben, ist, dass das Gerät über eine energieintensive genaue und eine energiesparende ungenauere Positionsbestimmung verfügt. In letztere kann umgeschaltet werden, wenn während des Betriebs die Batterie zur Neige geht. Allerdings ist die Umschaltung etwas schwierig, weil sie durch Druck auf nur einen Kopf erfolgt. Leider kann man nur an der Farbe von zwei blinkenden Leuchtdioden erkennen, welcher Modus gerade eingeschaltet ist.

In der genauen Variante ist die Abweichung aus meiner Sicht zu vernachlässigen. Die ungenaue Bestimmung habe ich bisher nicht verwendet. In der genauen Einstellung gibt es stärkere Positionsabweichungen lediglich in engen Straßen oder wenn kurzzeitig ein Tunnel durchquert wird sowie unter Brücken. Das kenne ich aber auch von meinem wesentlich genaueren Garmin. In punkto Genauigkeit ist der Polar-Sensor sicher besser als ein Smartphone.

Was ich aufgrund der derzeitigen Jahreszeit noch nicht testen konnte, sind Abweichungen bei Verwendung im Wald oder generell unter dichtem Blätterdach. Diese Erfahrungen werde ich später im Jahr an dieser Stelle updaten.

Update 18.3.13: Nach einem Lauf habe ich festgestellt, dass der Punkt, an dem ich die Aufzeichnung beendet habe, gut zehn Meter hinter dem Punkt lag, der auf einer Karte angezeigt wird. Das deutet darauf hin, dass die Aufzeichnungsintervalle für die Wegpunkte möglicherweise zu lang sind, was sich jedoch nicht einstellen lässt.

Langes Warten auf Empfang

Ein weiterer Kritikpunkt, von dem ich gelesen hatte, war, dass der Sensor lange braucht, bis er Satelliten-Empfang hat. Das kann ich aufgrund meiner Erfahrung mit den wesentlichen besseren Empfängern von Garmin nicht nachvollziehen. Bei denen ist es genauso. Allerdings sind die lernfähiger, wenn man das so sagen kann. Hatten sie an einem Ort in der letzten Zeit schon einmal Empfang, geht es schneller als an Orten, die neu für den Empfänger sind. Das ist leider beim Polar-Sensor nicht so. Aber die etwa zwei Minuten, die es bis zum Empfang beim Polar dauert, kann man durchaus mit Dehnübungen überbrücken. Wie schnell sich der Empfang nach einem Abbruch im Tunnel oder unter dichtem Blätterdach wieder herstellt, konnte ich auch noch nicht testen und werde das hier updaten.

Akzeptable Batterielaufzeit

Und dann gab es bei Amazon noch Kritik an der Laufzeit der Batterie. Der Polar-Sensor benötigt eine Mignon-Zelle AA. Nach sieben Trainings-Einheiten habe ich noch keine Meldung erhalten, dass die Batterie gleich leer ist. Polar selbst gibt die Laufzeit mit zehn Trainingseinheiten à einer Stunde an. Das scheint zu stimmen und ist im Vergleich mit meinem Garmin (2xAA, 8 Stunden Laufzeit) recht ordentlich. Aber auch zu diesem Thema werde ich an dieser Stelle updaten.

Update 29.03.13: Mittlerweile habe ich eine Batterie mit dem GPS-Sensor verbraucht. Also habe ich alle Trainingseinheiten, die ich mit der einen AA-Batterie absolviert habe, addiert. Dabei bin ich auf eine Laufzeit von knapp über 13 Stunden gekommen und das bei empfindlicher Einstellung und der Batterie, die beim Kauf dabei war. Sehr akzeptabel,wie ich finde.

Außerdem kam auch die Batteriewarnung rechtzeitig, gut zwei Laufkilometer bevor dann keine Positionsbestimmung mehr möglich war. Während ich die Trainingseinheit fortsetzte konnte ich auf ungenauen Empfang umschalten, indem ich den Einschalter länger drückte. So konnte ich die Trainingseinheit bis zum Ende tracken.


Fazit:

+ gute Genauigkeit,
+ lange Betriebsdauer, auch bei genauer Empfangs-Einstellung,
+ einfache Umstellung von genauer auf ungenaue Aufzeichnung,
+ einfacher, schneller und günstiger Batteriewechsel,
+ einfache Übertragung der Streckenaufzeichnungen ins Trainingstagebuch.

- etwas klobig,
- Empfang könnte schneller sein,
- lernt bereits bekannte Standorte nicht,
- keine intuitive Einstellung der Empfangsgenauigkeit.

Updates dieses Tests sind erforderlich für:

> Genauigkeit im Wald
> Wiederherstellung des Empfangs nach einem Abbruch, bisher nicht passiert.
> Weitere Erfahrungen mit der Batterielaufzeit

Mittwoch, 24. August 2011

Südtirol Topo-Karte für Garmin GPS

Die Vorbereitungen für die nächste Tour laufen, die zweite in diesem Jahr, nach meinem Trek durch das norwegische Rondane-Gebirge. Der Dolomiten-Höhenweg Nr. 1 steht auf dem Plan, die ersten drei Etappen vom Pragser Wildsee bis zum Passo Falzarego. Übernachtet wird in der Sennes- und der
Fanes-Hütte.

Dieses Mal wollte ich unbedingt eine topografische Karte auf mein Garmin Oregon 200 laden, ohne mir jedoch einer teure Garmin-Karte kaufen zu müssen. Die "Autonome Provinz Bozen Südtirol" hat eine solche kostenlose Karte zur Verfügung gestellt. Das Installieren auf dem Garmin ist denkbar einfach:

Einfach die ausführbare Südtirol 3.0 Setup.exe herunterladen und installieren. Wichtig ist zuvor die Garmin-Software Mapsource installiert zu haben, wenn das nicht schon der Fall ist. Dann sollte die Südtirol-Karte in Mapsource erkannt werden. Sie kann nun nach Auswahl des gewünschtes Kartenausschnitts oder aller Karten-Kacheln wie üblich auf das GPS-Gerät übertragen werden.

Jetzt muss ich mir nur noch den Track für den Höhenweg besorgen, um auf dem Pfad Routen zu können.

Samstag, 11. Juli 2009

Harzer Hexenstieg: GPS- und GoogleEarth-Datei

Kleiner Nachtrag zu unserer Tour auf dem Harzer Hexenstieg. Während der Wanderung habe ich mit meinen Garmin Oregon 300 eine Wegaufzeichnung durchgeführt. Die kann hier als GPX-7-Datei heruntergeladen werden.

Zusätzlich habe ich daraus eine KML-Datei erstellt, die wahlweise in GoogleEarth oder in GoogleMaps betrachtet werden kann.

Dienstag, 12. Mai 2009

Oregon gibt den Geist auf

Ich weiß nicht woran es lag, aber vor einem Monat, kurz nach dem letzten Eintrag in meinem Blog, und nach der Installation weiterer OSM-Karten, gab mein Garmin Oregon 200 plötzlich seinen Geist auf. Es wollte nach einem Batteriewechsel einfach nicht mehr hochfahren. Drei Monate nach dem Kauf war das schon ein leichter Schock.

Meine Recherche im Internet hat ergeben, dass ich wohl nicht der einzige Besitzer der Oregon-Serie bin, dem das passiert ist. Einzige Lösung: Reklamation. Also hab ich das Gerät kostenfrei an meinen Garmin-Dealer zurückgeschickt, der mich auch promt über die Rücksendung an den Hersteller informiert hat (Danke Globetrotter!). Nach nur zwei Wochen war das Gerät wieder Zuhause (Danke Garmin!), allerdings nicht mein ursprüngliches sondern ein unberührtes Austauschgerät (Danke Garmin!).

Problem war nur, dass ich kurz vor der Rücksendung meine sündhaft teure 'Topo Deutschland' Software von Garmin aufgespielt habe. War der Freischaltcode nun futsch? Auf der Quittung für das Austauschgerät stand keine Silbe darüber, obwohl ich die Installation der Software in der Problembeschreibung meines alten Gerätes erwähnt hatte. Eine Antwort des Garmin Services via Internet bleib auch nach einer Woche aus. Erst ein 20-minütiges Gespräch mit der Hotline brachte dann das Ergebnis, dass der Freischaltcode für die Software bei Garmin gelöscht worden war, sodass ich wie bei einer neuen Software über Freischaltcodes für zwei Geräte verfügte. Die dann folgende Installation der Karten auf dem Oregon war wieder recht mühsam.

Trotzdem: Ich habe jetzt ein neues Gerät, ohne Kratzer auf dem Display. Und die Topo-Karten laufen auch wieder.

Samstag, 21. März 2009

Ganz Europa als OpenStreetMap auf dem Garmin GPS

Garmin Outdoor-Navis haben meist nur eine dürftige Basiskarte. Für Deutschland habe ich die Basiskarte auf meinem Gerät (Oregon 200) kürzlich durch die recht teure Garmin Topo Deutschland V2 ersetzt, eine topografische, nicht routingfähige Karte. Doch was ist mit dem Rest Europas? Es gibt einige vorgefertigte Karten von OpenStreetMap (OSM), die ganz einfach ins Garmin-Verzeichnis des GPS kopiert werden können und dann sofort auf dem Gerät angezeigt werden können. Doch leider gibt es diese Karten nicht für ganz Europa sondern nur für bestimmte Gebiete (Quelle 1, Quelle 2).

Aber es gibt noch eine bessere Möglichkeit und zwar die Karten für ganz Europa kachelweise mit der Garmin MapSource-Software auf den Rechner zu laden (Danke Jokru). Neben der Garmin Kartenverwaltungs-Software MapSource sind zwei weitere Programme erforderlich: erstens cGPSmapper, das in das in das zweite Programm MapSet integriert werden muss. cGPSmapper konvertiert die OSM-Karten ins Garmin MapSource-Format, MapSet integriert diese Karten dann in die MapSource-Software. Von dort können sie ganz einfach in das GPS-Gerät gesendet werden. Nach Download, Installation und Verknüpfung beider Programme ist der Rest eigentlich ganz einfach.

1. Die gezippte OSM-Europakarte oder die OSM-Deutschlandkarte von "Computerteddy" herunterladen und in einen Ordner entpacken.

2. Auf der Kachelkarte im OSM-Wiki die Kachelnummer, die auf das GPS-Gerät übertragen werden sollen, heraussuchen.

3. MapSet starten und die entsprechenden Kacheln (*.img) zunächst in das Fenster "Source IMG files" einladen. Danach die Dateien mit dem "add"-Button in das rechte Fenster "Selected IMG Files rüberladen.

4. Im Fenster "Create MepSet" muss das Verzeichnis angegeben werden, in dem der Kartensatz abgespeichert werden soll. Ich empfehle ein Verzeichnis "MapSet im Programm-Ordner der MapSource-Software anzulegen.

5. Im selben Fenster dem Kartensatz einen Namen geben.

6. Außerdem eine Family-ID, z.B. "123" und einen Product-Code, z.B, "1" eingeben. Die Family-ID darf nur einmal vergeben werden, der Product-Code für eine Family auch nur einmal. Der Rest braucht nicht beachtet zu werden.

7. Wer es bis jetzt noch nicht getan hat, sollte im Feld unten links die cGPSmapper.exe einbinden.

MapSet

Dann braucht eigentlich nur noch auf "Start" geklickt und gewartet werden, bis die dann ablaufenden Prozesse, unter andrem in einen schwarzen PopUp-Fenster, abgeschlossen sind. Wer dann seine Garmin MapSource-Software öffnet, findet die Karte unter dem angegeben Namen. Jeder Kartensatz wird in MapSource separat mit allen Points of Interest (POIs) abgelegt. Mit "zum GPS" senden wird die Karte ins GPS-Gerät übertragen.

MapSource

Ab jetzt steht der Kartensatz dauerhaft zur Übertragung auf GPS-Geräte zur Verfügung, Allerdings arbeitet die weltweite OSM-Community ständig an einer Erweiterung und Ergänzung der OSM-Karten. Wenn neuere Versionen vorliegen, müssen die dann wieder genau wie oben beschrieben in MapSource geladen werden, um erneut auf GPS-Geräte übertragen werden zu können.

(Quelle für diese Anleitung)

Samstag, 28. Februar 2009

MapSource Installation mit Hindernissen

Endlich habe ich einen offizielle MapSource Version und damit digitale topographische Karten von Garmin, die ich sehr unkompliziert auf mein Garmin-GPS Oregon 200 laden kann. Der Weg dahin war allerdings durch zahlreiche Hürden versperrt. Dass alles auch noch mit einem Crash meines alten Laptop endete und ich diesen Text nun endlich mit meinen neuen Rechner schreibe, hat jedoch weder mit MapSource, noch mit Garmin, noch mit OpenStreetMap (OSM) zu tun.

Dennoch brauchte ich fünf Anläufe, bis MapSource und die teuren Garmin-Karten dann endlich auf dem Rechner und dem GPS liefen. Einfach ist was anderes. Zahlreiche Google-Recherchen hatten mich auf Installationsprobleme durch möglicherweise bereits vorhandene Registry-Einträge hingewiesen. Da fielen mir die Installationsversuche der OSM-MapSource-Installer ein, die ich in den Tagen zuvor vergeblich ausprobiert hatte.

Deren Installation scheiterte regelmäßig, da ich bisher ja noch keine offizielle Vollversion von MapSource hatte. Die vier Fehlinstallationen der Vollversion hatten dann ihr Übriges getan. In der Registry standen zahlreiche Einträge, die den sauberen Start des Programms verhinderten. Also habe ich nochmal deinstalliert, alle Registry-Einträge gelöscht und dann nochmal neu installiert. Danach hat alles geklappt wie am Schnürchen. Wie gut, dass ich mich am und im Computer etwas traue. Sonst hätte ich wahrscheinlich wegen der 170 Euro geflucht und hätte während der Arbeitszeit ewig an der Garmin-Hotline gehangen.

Zunächst gab es dann aber wieder Schwierigkeiten, die Garmin Deutschland-Karte gemeinsam mit der OSM-Karte auf dem GPS zu betreiben. Wichtig ist, die OSM-Karten nach den Garmin-Karten auf das Gerät zu übertragen, sonst werden sie überschrieben bzw. nicht angezeigt. Somit müssen bei einer Garmin-Kartenergänzung (neue Kacheln) auf das Gerät, immer auch alle OSM-Karten wieder neu übertragen werden. Ich hab bisher keinen anderen Weg gefunden. Die Garmin-Karten sind jedenfalls genial und extrem detailreich. Auch Geländestrukturen sind gut erkennbar.

OpenStreetMap muss jetzt für den Rest von Europa ran. Aber schon in Deutschland gibt es Ecken, die bei OSM noch etwas unterentwickelt scheinen, während andere OSM-Karten sich durchaus mit den Topo-Karten von Garmin messen können.

Donnerstag, 19. Februar 2009

Topografische Karten von OpenStreetMap für Garmins MapSource

Lange habe ich gezaudert, ob ich die Investition für die Garmin Software Topo Deutschland V2 wagen sollte. Die ungenaue Basiskarte meines Garmin Oregon 200 ist schon sehr unbefriedigend. "jokru" hatte mich dann via Twitter kurz nach dem Kauf meiner Topo-Karten von Garmin (166 € für Deutschland gesamt bei Amazon) auf die topografischen OpenStreetMap-Karten von "Computerteddy" aufmerksam gemacht.

Erst hab ich mich geärgert, dass ich Topo Deutschland gekauft habe, denn die OSM-Karten sind sicher eine kostengünstige Alternative. Voraussetzung ist allerdings, dass eine offizielle Garmin-MapSource-Version auf dem Rechner installiert ist. Die ist aber nicht mal so eben aus dem Internet heruntzuladen, sondern muss gekauft werden. Ich habe die jetzt mit meinen Topo Deutschland-Karten erstanden.

Die Garmin Karten sind super und in Qualität und Detailgenauigkeit kaum von den OSM-Karten zu übertreffen. Für den Rest Europas, z.B. für meine Island-Reise, kann ich immer noch auf die OSM-Karten zurückgreifen. Die Installation der Karten in MapSource und damit die Möglichkeit der Übertragung auf ein Garmin-GPS ist tricky. Gerade bei neuen MapSource-Versionen besteht Gefahr, sich den Registry-Eintrag zu zerschießen, und das bedeutet ggf. eine Neuinstallation von MapSource, selbst wenn man dafür eine spezielle MapInstall-Software verwendet.

Sonntag, 15. Februar 2009

OpenStreetMap-Karten auf dem Garmin GPS

Auch wenn ich mir heute den ersten derben Kratzer auf mein Garmin Oregon 200 gemacht habe (obwohl gerade heute Schutzfolie geholt, aber noch nicht geklebt), gibt es gute Neuigkeiten von der Testfront für mein neues GPS. Auch ohne MapSouce (Garmin Software) und ohne offizielle Garmin-Karten gibt es eine einfache Möglichkeit bessere und deutlich genauere Karten als die Basiskarte auf das GPS zu ziehen und zwar von bzw. mit OpenStreetMap (OSM).

OSM ist wie GoogleMap eine Karte der ganzen Welt, die aber von jedem benutzt und erweitert werden kann. In einem offenen Community-Prozess erheben tausende von Mitstreitern auf der ganzen Welt Geodaten und sammeln sie in einer zentralen Datenbank. Einige Tüftler aus der Community haben sich speziell mit der Darstellung von OSM-Karten auf Garmin GPS-Geräten beschäftigt und mittlerweile eine recht ansehnliche Zahl von Karten für die ganze Welt ins Netz gestellt. OK - diese Karte zeigen kein Relief, also keine Höhenlinien oder Höhendarstellungen, sind aber trotzdem recht genau.

Ich habe das mal mit einer Island-Karte ausprobiert, mein mögliches Trekkingziel in diesem Jahr. Island ist in der Garmin-Basiskarte nur schematisch dargestellt, selbst die Küstenlinie ist nur eine Annäherung. Mit der OSM-Karte verfüge ich nun über eine genaue Straßenkarte von Reykjavik mit allen POIs, wie dem Flugplatz, Busbahnhöfen, Kneipen und Restaurants. Ab einer bestimmten Zoomstufe ist sogar der von mir geplante Trekkingpfad, der Laugavegur, zu sehen.

Obwohl ich erst vergeblich habe, die Karten mit dem MapSource-Installer auf das Garmin zu bekommen, bin ich dann eher zufällig auf die sagenhaft einfache Lösung gekommen. MapSource ist nämlich nur anwendbar, wenn bereits eine originale MapSource-Kartensoftware installiert ist und die habe ich bisher nicht. Ich habe dann die gezippte OSM-Karte im Garmin-IMG-Format (*.img) direkt in das Hauptverzeichnis meines Garmin entpackt. Sie hat dann auch gleich den richtigen Namen: "gmapsupp.img". Da die Karten nur unter diesem Namen funktionieren, kann (leider) auch immer nur eine OSM-Karte gleichzeitig auf dem GPS verwendet werden. Es ist übrigens gleichgültig, ob die Datei im Garmin-Verzeichnis des Gerätes oder der optionalen Micro-SD-Karte abgelegt wird. Danach muss die OSM-Karte im GPS unter Einstellungen "enabeled" (eingeschaltet) werden.

Mittlerweile ist fast ganz Deutschland und der Rest von Europa auf Garmin-OSM-Maps erhältlich. Während Emexes die Aktualität der Karten angibt (zuletzt August 2008), fehlt eine entsprechende Angabe auf Topomaps. Die OSM-Maps sind gut für Fälle, in denen keine genaue Topo-Map erforderlich oder verfügbar ist. Für Deutschland habe ich mir jetzt trotzdem ganz Deutschland als Garmin-Topo-Map gekauft (V2), was teuer war, aber ... mehr dazu hier ...

Sonntag, 18. Januar 2009

Garmin Oregon mit ungenauer Basis-Karte

Schon beim Eingeben der ersten Wegpunkte und beim Betrachten derselben auf der Basiskarte des Garmin Oregon 200 stellte ich deutliche Abweichungen mit den tatsächlichen Gegebenheiten bzw. der Darstellung z.B. auf GoogleMap oder einer Navteq Basiskarte fest. Diese Abweichungen waren auch deutlich größer als die bei der Basiskarte meines alten Garmin GPS, einem eTrex Legend. Dessen Basiskarte ist wesentlich genauer und detailreicher.

Richtig deutlich werden diese Abweichungen bei einer Track-Aufzeichnung, die ich mit meinem Legend gemacht habe und dann in mein Oregon 200 sowie in Google Maps geladen habe. Dank Screenshot-Funktion des Garmin (hört, hört*) kann ich hier den Vergleich zeigen. Basis des Tests ist die selbe GPX-Datei:

Meine Laufrunde am Rhein in Düsseldorf, führt auf dem Oregon irgendwie neben dem Rhein "herum" anstatt zwischen der Theodor-Heuss-Brücke und der Niederrhein-Brücke an beiden Ufern entlang. O.K. - eine Basiskarte ist keine GoogleMap, aber die alte Basiskarte von Garmin war doch deutlich genauer. Dass die Niederrhein-Brücke auf beiden Basiskarten fehlt, kann ich ja noch verschmerzen, aber bald sollte sie schon mal rauf.

* Im Bildbetrachter des Garmin werden die Screenshots irgendwie nicht angezeigt, zumindest direkt nach deren Anfertigung nicht. Dass liegt daran, dass die Screenshots als Bitmap gemacht werden und nicht als JPG. Dass überhaupt Screenshots gemacht wurden, bekommt man auch irgendwie nicht mit. So richtig durchdacht ist das auch nicht und braucht man überhaupt einen Bildbetrachter in einem GPS-Gerät?

Mittwoch, 14. Januar 2009

Keine Karten auf das neue GPS

Das mit den GPS-Geräten bleibt kompliziert. Bis man es in den Händen hält, bleibt Manches unklar. Mit der von mir vor drei Jahren gekauften GPS-Software Touratech QV kann mein neues Gerät nicht viel anfangen, bzw. eigentlich ist es umgekehrt. Da das Gerät nur als USB-Massenspeicher erkannt wird, können keine GPS-Routen, -Tracks oder gar -Karten im Garmin-Format über den üblichen Weg "zum GPS senden" auf das Gerät übertragen werden.

Bei Routen und Tracks ist immerhin die Export-Funktion des Programms ein gangbarer Weg. Auf diesem Weg lassen sich aber keine Garmin-kompatiblen Karten auf das Gerät schicken. Der Hersteller von TTQV lässt offen, ob das irgendwann einmal gehen wird, bietet aber immerhin eine Gebrauchsanweisung für die Benutzung mit meinem Garmin Oregon 200 zum Download an. Jetzt heißt es sich im Netz rumschlagen, um einen (Free- oder Shareware-)Ausweg zu finden.

Montag, 12. Januar 2009

Mit dem Oregon-GPS auf Tour

Neue Zeiten brechen an. Ab sofort ist mein neues GPS-Gerät mein hoffentlich zuverlässiger Begleiter auf allen meinen Trekks. Ich habe mich für eine recht moderne Touchscreen-Variante entschieden. Das Oregon 200 gehört zur neuesten Generation der Garmin Outdoor-Geräte und ist das kleinste der neuen Reihe.

Hervorstechendes Merkmal ist der Touchscreen und der mit MicroSD erweiterbare Speicherplatz. Ansonsten kann es eigentlich alles, was mein altes Garmin eTrex Legend auch konnte. Ich hätte das Legend auch weiter benutzt, wenn es nicht gerade im Wald oder in engen Bergregionen einen solch schlechten Empfang hätte. Das Oregon verfügt über einen GPS-Empfänger der neuesten Generation und schon erste Tests haben den Unterschied gezeigt. Selbst in Meiner Wohnung habe ich noch (schwachen) Satellitenempfang.

Eine Schwäche hat sich aber auch schon offenbart. Das Gerät braucht wohl mehr Strom. Ich bin gespannt, wie es sich bewährt. Mehr dazu hier.