Das mit den GPS-Geräten bleibt kompliziert. Bis man es in den Händen hält, bleibt Manches unklar. Mit der von mir vor drei Jahren gekauften GPS-Software Touratech QV kann mein neues Gerät nicht viel anfangen, bzw. eigentlich ist es umgekehrt. Da das Gerät nur als USB-Massenspeicher erkannt wird, können keine GPS-Routen, -Tracks oder gar -Karten im Garmin-Format über den üblichen Weg "zum GPS senden" auf das Gerät übertragen werden.
Bei Routen und Tracks ist immerhin die Export-Funktion des Programms ein gangbarer Weg. Auf diesem Weg lassen sich aber keine Garmin-kompatiblen Karten auf das Gerät schicken. Der Hersteller von TTQV lässt offen, ob das irgendwann einmal gehen wird, bietet aber immerhin eine Gebrauchsanweisung für die Benutzung mit meinem Garmin Oregon 200 zum Download an. Jetzt heißt es sich im Netz rumschlagen, um einen (Free- oder Shareware-)Ausweg zu finden.
Mittwoch, 14. Januar 2009
Montag, 12. Januar 2009
Mit dem Oregon-GPS auf Tour
Neue Zeiten brechen an. Ab sofort ist mein neues GPS-Gerät mein hoffentlich zuverlässiger Begleiter auf allen meinen Trekks. Ich habe mich für eine recht moderne Touchscreen-Variante entschieden. Das Oregon 200 gehört zur neuesten Generation der Garmin Outdoor-Geräte und ist das kleinste der neuen Reihe.Hervorstechendes Merkmal ist der Touchscreen und der mit MicroSD erweiterbare Speicherplatz. Ansonsten kann es eigentlich alles, was mein altes Garmin eTrex Legend auch konnte. Ich hätte das Legend auch weiter benutzt, wenn es nicht gerade im Wald oder in engen Bergregionen einen solch schlechten Empfang hätte. Das Oregon verfügt über einen GPS-Empfänger der neuesten Generation und schon erste Tests haben den Unterschied gezeigt. Selbst in Meiner Wohnung habe ich noch (schwachen) Satellitenempfang.
Eine Schwäche hat sich aber auch schon offenbart. Das Gerät braucht wohl mehr Strom. Ich bin gespannt, wie es sich bewährt. Mehr dazu hier.
Donnerstag, 1. Januar 2009
Über das Gehen
Folgende Passage habe ich heute in dem Buch entdeckt, das ich im Moment lese:
"Ich dachte an die Evolutionstheoretiker, die behaupten, das Gehen sei ein zentraler Aspekt dessen, was man als 'menschlich' bezeichnet. Dass wir uns auf zwei Beinen fortbewegten sei das, was uns von den Affen unterscheide. Beim Gehen hat man die Hände für Werkzeuge frei, und unsere Fähigkeit zu gehen hat uns auf langen Märschen von Afrika weggeführt. Als Spezies haben wir zu Fuß die Welt kolonisiert. Ein Großteil der Geschichte des Menschen wurde durch im Schritttempo geknüpfte Kontakte geschaffen, selbst wenn einige dieser Menschen auf Pferden ritten. Ich dachte an die Wallfahrten nach Santiago de Compostella in Spanien; nach Mekka; zu den Quellen des Ganges; und an die Wanderderwische, an die Sadhus, jene heiligen Männer des Hinduismus, und an die Mönche, die sich gott zu Fuß näherten. Der Buddha meditierte beim Wandern, und Wordworth komponierte Sonette, während er Seen umwanderte.
Bruce Chatwin schloss aus alledem, dass wir besser denken und leben könnten und unseren menschlichen Bestrebungen näher waren, wenn wir uns ständig zu Fuß über die Erde bewegten."
(Rory Stewart; So weit die Knie tragen - Mein Fußmarsch durch Afghanistan; München 2007 (2. Aufl., Piper Verlag); S. 115)
"Ich dachte an die Evolutionstheoretiker, die behaupten, das Gehen sei ein zentraler Aspekt dessen, was man als 'menschlich' bezeichnet. Dass wir uns auf zwei Beinen fortbewegten sei das, was uns von den Affen unterscheide. Beim Gehen hat man die Hände für Werkzeuge frei, und unsere Fähigkeit zu gehen hat uns auf langen Märschen von Afrika weggeführt. Als Spezies haben wir zu Fuß die Welt kolonisiert. Ein Großteil der Geschichte des Menschen wurde durch im Schritttempo geknüpfte Kontakte geschaffen, selbst wenn einige dieser Menschen auf Pferden ritten. Ich dachte an die Wallfahrten nach Santiago de Compostella in Spanien; nach Mekka; zu den Quellen des Ganges; und an die Wanderderwische, an die Sadhus, jene heiligen Männer des Hinduismus, und an die Mönche, die sich gott zu Fuß näherten. Der Buddha meditierte beim Wandern, und Wordworth komponierte Sonette, während er Seen umwanderte.Bruce Chatwin schloss aus alledem, dass wir besser denken und leben könnten und unseren menschlichen Bestrebungen näher waren, wenn wir uns ständig zu Fuß über die Erde bewegten."
(Rory Stewart; So weit die Knie tragen - Mein Fußmarsch durch Afghanistan; München 2007 (2. Aufl., Piper Verlag); S. 115)
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