Genial! Der Schweizer Patrick Seabasa fährt in 16 Stunden mit einem Singlespeed-Rennrad, also mit einem Gang und dazu noch ohne Bremse, 7611 Höhenmeter einmal 309 Kilometer durch die Pyrenäen - Respekt!
Montag, 20. Juli 2015
Dienstag, 31. März 2015
Sauber geschaltet: Shimano 600 Arabesque montiert
Bis auf den 5-fach Schraubkranz von Sunrace (14/16/20/24/28) und die vernickelte Connex-Kette sind alle Bauteile Originale aus den 1970er Jahren. Um Kette und Schaltkomponenten auf Dauer blank zu halten, habe ich mich für recht teueren Trockenschmierstoff entschieden. Der bindet kaum Schmutz, wird durch die Reibung der Metallteile nicht schwarz und schmiert für 150 Kilometer, dann muss neu gefettet werden. Die ersten 500 Kilometer haben gezeigt, das bringt es. Die Kette läuft sehr leise und klettert vorne sowie hinten sauber hoch und runter. Nur die Zähne am großen Kettenblatt vorne werden leicht schwarz.
Tags:
Connex,
Köthke,
Köthke Champion,
Shimano 600 Arabesque
Montag, 5. Januar 2015
2015 mit dem Köthke-"Champion" zur L'Eroica Gaiole
| Jürgen Felten ca. 1954 bei Lübeck auf seinem Köthke-"Champion" |
Köthke existiert seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr und spielte im Rennradbau ohnehin schon lange keine Rolle mehr. Kaum einer kennt die Marke heute noch. Das war in der ersten Hälfte des vrgangenen Jahrhunderts noch ganz anders. Insbesondere bei den Bahnradfahrern der damaligen Zeit hatten die Köthke-Rahmen einen Namen. Rennrad-Enthusiasten verbanden die Marke aber vor allem mit dem 1936er Sprint-Olympiasieger Toni Merkens, der bei Fritz Köthke eine Fahrradmechaniker-Lehre gemacht hatte. An ihn erinnert heute noch der Merkens-Weg vom Münchner Olympia-Stadion zum dortigen Radstadion sowie die Merkens gewidmete "Olympia-Eiche" am Kölner Radstadion.
Das Köthke-"Champion" meines Vaters durfte ich zeitweise auch als Jugendlicher in den 1970er Jahren benutzen, bis ich das erste Mal eine Delle in die Alufelgen gefahren hatte. Damals war das Rad noch schwarz mit der Original-Handbeschriftung, hatte eine Simplex-Schaltung mit 5-fach Ritzel hinten und zwei Kettenblättern vorne sowie einen belgischen Alu-Lenker, auf den mein Vater immer besonders stolz war. Dann verschwand das Rad über Jahrzehnte im Keller. Irgendwann Anfang der 1990er bekam es mal eine neue, blaue Lackierung (pulverisiert). Unverständlicher Weise verunstaltete es mein Vater mit "schlimmen "Bremsen (vorne und hinten unterschiedlich), Lichtanlage mit Dynamo, Schutzblechen und zeitweise einem Gepäckträger. Der belgische Lenker war verloren, der alte Brooks-Sattel auch.
![]() |
| Das Köthke vor dem Rückbau zum Rennrad im Jahr 2010. |
| Nach dem ersten Umbau 2012 und bereits mit den neuen Tektro-Bremsen. |
Ein Dorn im Auge war mir hinsichtlich meiner Planungen für die L'Eroica 2015 allerdings noch die Schaltung. Mein Vater konnte offenbar in den 1990er Jahren ohne Internet nicht so einfach an Teile kommen. Besonders schwierig bei dem Köthke-Rahmen ist, dass er nur Schraubkränze mit maximal fünf Ritzeln aufnehmen kann. Im Handel war sowas in den 90er Jahren gerade noch für Tourenräder zu bekommen. Also montierte mein Vater am Schaltauge ein billiges Shimano-"Alivio"-Schaltwerk. An der Tretkurbel saßen zwei NoName-Kettenblätter mit äußerem Überwurfschutz.
| Die Shimano 600 "Arabesque"-Komponenten, der 5-fach Schraubkranz und die vernickelte Connex-Kette. |
Tags:
Connex,
Köthke,
Köthke Champion,
Shimano 600 Arabesque
Abonnieren
Posts (Atom)


